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 Betreff des Beitrags: Bericht Top Hotel 10/2009
BeitragVerfasst: Fr 16. Okt 2009, 08:03 
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Registriert: Mo 23. Feb 2009, 15:13
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Wohnort: Gieseweg 61, 36199 Rotenburg a.d. Fulda
Hier findest du den Bericht "Suchtkarriere Gastronomie" aus der Top Hotel 10/2009.
Hier der Link:

http://www.tophotel.de/index.php?4acee815bf82b|1



Un das schrieb der Chefredakteur Thomas Karsch dazu !

Hinschauen

In unserer aktuellen AUsgabe hat mich ein Beitrag ganz besonders gefesselt:
Suchtkarrier Gastronomie
Ursprünglich sollte Tophotel Autor Hannes Finkenbeiner für uns herausfinden, welche Rolle Alkoholismus in der gastlichen Branche spielt. Bei seine Recherchen stieß er jedoch auf ein anderes Suchtmittel, das offenbar stärker in deutschen Hotelbetrieben verbreitet ist als zunächst angenommen: Kokain. Die Schickimicki-Droge kommt hier weniger bei ausgelassenen After-work_partys zum Einsatz, sie dient vielmehr als Aufputschmittel in den Küchen,wo die Stressbelastung häufig immens zu sein scheint.
"Leistungsfähig und gut drauf bis spät in die Nacht", so beschreibt ein ehemaliger Konsument die Wirkung von Koks. Dass die Droge ein extrem hohes Suchtpotenzial hat, wusste er damals nicht - oder hat es nicht wahrhaben wollen und daher verdrängt. Es kam aber, wie es kommen musste:
Abhängigkeit, Probleme im Beruf und in der Beziehung, Job-Verlust und schließlich:Therapie. Heute ist er clean, hat seine Drogenvergangenheit hinter sich gelassen und den stressigen Dienst im Hotel gegen eine Anstellung in einer Kantine getauscht.
Nein, natürlich ist Drogenmissbrauch keine branchentypische Erscheinung.Auch in anderen Berufszweigen muss man sich mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzen.
Doch sicher ist:
Bei unserem INformanten handelt es sich nicht um einen tragischen Einzelfall. Wie uns glaubhaft versichert wurde, sind viele weiße Brigarden mit dem Kokain-Virus infiziert.
Nachdenklich stimmt mich bei unserer Geschichte folgendes:
Wenn ein Job nur noch mit Hilfe von Fröhlichmachern und Leistungsverstärkern erledigt werden kann, sollte man sich die Strukturen des Betriebes einmal genauer anschauen. Es kann nicht im Interesse des Hotelliers sein, sein Küchenpersonal wissentlich zu verheizen. Das bedeutet:
Der Hotellier muss auch hinschauen und in Kauf nehmen, mit Problemen konfrontiert zu werden. Es ist nämlich nur bedingt nachvollziehbar, dass solche Drogenkarrieren so lange unentdeckt bleiben.Ma sieht aus Bequemlichkeit lieber weg - und "solange er seine Leistung bringt, ist es doch seine Privatangelegenheit".
Das kann´s wirklich nicht sein, oder?
Machen Sie Drogenmissbrauch zum Thema in Ihrem Betrieb.
Sprechen Sie zunächst mit Ihren Abteilungsleitern und finden Sie herraus, ob es Verdachtsfälle gibt - auch in Sachen Alkkohol. Sollten sich diese bestätigen, ist es ratsam, proffessionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. In jeder größeren Stadt gibt es Suchtberatugsstellen, die individuell unterstützen.

vielleicht stellt sich bei Ihrer Recherche auch herraus, dass in Ihrem Betrieb alles in Ordnung ist. Dann hat die offene Auseinandersetzung mit dem Thema Drogen und Alkohol zumindest einen positiven Effekt:
Ihre Mitarbeiter wissen nun, dass Sie nicht wegschauen, sondern helfen, wenn es notwendig ist.

Bleiben Sie offensiv !

Thomas Karsch

_________________
Andreas Matthias


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